„Warum darf ich im Assessment Center keine KI nutzen? Im echten Arbeitsleben würde ich sie doch auch einsetzen.“ Diese Frage stellte ein Kandidat bei einer Aufgabe, in der er aus Grafiken und Tabellen Ableitungen treffen und daraus eine Präsentation erstellen sollte.
Die Frage ist berechtigt.
Im Arbeitsalltag gehört KI längst zu vielen Aufgaben dazu.
Im Assessment Center geht es aber nicht nur um das Ergebnis, sondern darum, den eigenen Denkprozess sichtbar zu machen. Informationen einordnen, Zusammenhänge erkennen, priorisieren und Schlussfolgerungen überzeugend darstellen sind interessante Zwischenschritte.
Wenn KI diesen Prozess weitgehend übernimmt, lässt sich schwerer beurteilen, welche Leistung tatsächlich vom Kandidaten stammt. Gleichzeitig sollten Auswahlverfahren die Arbeitsrealität aber auch nicht ausblenden.
Künftig könnte daher nicht nur die eigenständige Analyse bewertet werden, sondern auch die Fähigkeit, KI gezielt einzusetzen, Ergebnisse kritisch zu prüfen und die Verantwortung für die finalen Schlussfolgerungen zu übernehmen.
Wie sehen Sie das: Sollte KI im Assessment Center ausgeblendet werden oder sollte der Umgang damit gleich mitbewertet werden? Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu.
