Midlife Professionals: Die vergessene Zielgruppe der Personalentwicklung? Diesen Gedanken greift ein aktueller Beitrag von neues lernen von Haufe auf und wir finden: Er trifft einen wichtigen Punkt.
Zwischen 40 und 60 Jahren tragen viele Mitarbeitende einen großen Teil der Wertschöpfung. Sie übernehmen Verantwortung, geben Wissen weiter und navigieren durch Veränderungsprozesse. Trotzdem richten sich viele Entwicklungsprogramme vor allem an Nachwuchskräfte oder High Potentials. Dabei geht es aus unserer Sicht nicht nur um die Frage, ob diese Zielgruppe entwickelt wird, sondern auch darum, wie.
Nicht jede erfahrene Fachkraft möchte Führung übernehmen. Nicht jede Führungskraft möchte den nächsten Karriereschritt gehen. Andere wünschen sich eine Expertenrolle, einen lateralen Wechsel oder neue Kompetenzen, etwa im Umgang mit KI.
Die Herausforderung besteht deshalb darin, individuelle Entwicklungswege sichtbar zu machen, statt pauschale Angebote nach Altersgruppen oder Karrierestufen zu gestalten.
Genau hierbei können fundierte eignungsdiagnostische Maßnahmen unterstützen: Sie helfen, Potenziale, Motivation und Entwicklungsfelder differenziert zu verstehen. Weiterbildung kann dann punktgenau da anzusetzen, wo sie für Mitarbeitende und Organisation den größten Mehrwert schafft.
Denn Personalentwicklung ist dann besonders wirksam, wenn sie nicht nur auf zukünftiges Potenzial schaut, sondern auch auf die Menschen, die den Unternehmenserfolg heute schon maßgeblich tragen.
Quelle und Lesetipp: Christiane Stark, „Warum sich L&D mehr auf Midlife Professionals konzentrieren sollte“, Haufe, 26. Juni 2026
