Eine kontroverse These: Die Zeit der Führungskraft, die vom Fach nichts verstehen muss, geht langsam zu Ende. Lange galt: Gute Führungskräfte müssen keine besseren Fachexperten sein als ihre Mitarbeitenden. Ihre Aufgabe ist es, Menschen zu führen. Dieser Grundgedanke ist auch nach wie vor richtig.
Gleichzeitig verändert sich jedoch Führung. In einer Arbeitswelt, die von KI, hoher Dynamik und wachsender Komplexität geprägt ist, reicht es immer seltener aus, „lediglich“ gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Führungskräfte müssen heute auch fachlich-inhaltliche Impulse geben, Entwicklungen einordnen und Orientierung schaffen.
Genau an diesem Punkt beginnt für uns Thought Leadership.
Dabei geht nicht darum, alles besser zu wissen. Thought Leader haben eine Vision und geben Richtung vor. Sie haben genügend fachliche Urteilskraft, um die richtigen Fragen zu stellen. Sie erkennen Zusammenhänge und sind in der Lage, fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Das hat Konsequenzen für Personalauswahl und Führungskräfteentwicklung. Neben Persönlichkeit und Führungskompetenz sollten wir stärker hinterfragen, ob Führungskräfte in der Lage sind, auch fachlich Orientierung zu geben und das Denken anderer weiterzuentwickeln.
Vielleicht brauchen wir künftig weniger die Diskussion „Führung oder Fachlichkeit“. Stattdessen einfach mehr Führungskräfte, die beides überzeugend miteinander verbinden.
In welchen Bereichen gewinnt Thought Leadership zukünftig an Bedeutung hinzu? Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht dazu.
