Wer fachlich herausragt, verlässlich liefert und schwierige Probleme selbst löst, gerät schnell in den Blick für eine Führungsposition. Das ist nachvollziehbar: Diese Leistungen sind sichtbar und haben zum bisherigen Erfolg beigetragen.
Mit der neuen Rolle verschiebt sich allerdings die Aufgabe. Plötzlich geht es um: Verantwortung abgeben, Andere wirksam machen, Entscheidungen treffen, obwohl längst nicht alle Informationen vorliegen.
In unserer Arbeit mit Führungskräften interessiert uns deshalb bei solchen Karriereentscheidungen vor allem eine Frage: Schauen wir wirklich auf die Anforderungen der nächsten Rolle oder aber verlängern wir den Erfolg aus der bisherigen?
Genau hier liegt aus unserer Sicht ein häufiger Denkfehler: Wir kennen die Leistung einer Person aus ihrer bisherigen Rolle sehr gut und geben ihr deshalb bei der Entscheidung entsprechend viel Gewicht. Für die neue Rolle sind jedoch teilweise andere Fähigkeiten gefragt, die sich im bisherigen Erfolg möglicherweise noch gar nicht zeigen konnten.
Für uns liegt darin ein ziemlich grundlegender Gedanke für jede Entscheidung über zukünftige Führungskräfte: Vergangene Leistung ist zwar ein wichtiger Datenpunkt. Potenzial ist aber eine Prognose für eine andere Aufgabe.
