Je höher eine Position im internen Organisationsgefüge angesiedelt ist, desto schwieriger kann es werden, ein realistisches Bild von der eigenen Wirkung zu behalten.
In der Arbeit mit Führungskräften begegnet uns immer wieder ein interessanter Unterschied: Viele Manager können sehr präzise beschreiben, was sie erreichen wollen. Deutlich schwerer fällt Ihnen allerdings die Frage, wie das eigene Verhalten tatsächlich auf andere wirkt.
Mit wachsender Verantwortung verändert sich auch das Umfeld.
Widerspruch wird vorsichtiger. Kritische Rückmeldungen werden seltener spontan geäußert. Und Erfolg liefert genügend Bestätigung dafür, dass der eigene Führungsstil grundsätzlich funktioniert.
Genau deshalb halten wir Selbstreflexion mit zunehmender Führungsebene für wichtiger. Sie entsteht allerdings kaum allein durch Nachdenken. Führungskräfte brauchen Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen eine andere Perspektive zumuten dürfen. Regelmäßiges Feedback. Situationen, in denen die eigene Wirkung sichtbar wird. Und die Bereitschaft, sich mit Beobachtungen auseinanderzusetzen, die nicht zum eigenen Selbstbild passen.
Die Psychologie liefert dafür einen plausiblen Hintergrund: Macht kann dazu führen, dass Menschen stärker aus der eigenen Perspektive heraus urteilen und die Sicht anderer weniger selbstverständlich einbeziehen. Vielleicht ist Selbstreflexion deshalb gerade dort besonders wichtig, wo immer weniger Menschen ungefragt einen Spiegel vorhalten.
Was hilft Führungskräften höherer Managementebenen aus Ihrer Sicht am meisten, den Kontakt zur Wirkung des eigenen Verhaltens zu behalten?
Lassen Sie uns in den Austausch gehen.
