Nach vielen Jahren als HR-Berater überrascht uns eine Beobachtung immer wieder: Viele der überzeugendsten Führungskräfte wirken im ersten Moment erstaunlich unauffällig. Erst im Verlauf eines Management Assessments beispielsweise wird deutlich, weshalb sie so erfolgreich sind.
Erste Eindrücke können täuschen. In Management Audits zeigt sich häufig, dass die wirksamsten Führungskräfte weniger durch Präsenz als durch Klarheit auffallen. Sie sind in der Lage, komplexe Situationen zu erfassen und zu strukturieren, beziehen unterschiedliche Perspektiven ein und begründen ihre Entscheidungen nachvollziehbar.
Diese Beobachtung deckt sich mit der Führungsforschung. Führungserfolg lässt sich nicht auf einzelne Persönlichkeitsmerkmale reduzieren. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Persönlichkeit, Verhalten und Kontext.
Genau deshalb überzeugt uns ein multimethodaler Ansatz bei der Personalauswahl und bei Besetzungsentscheidungen. Sie reduziert die Gefahr vorschneller Urteile und schafft ein differenzierteres Bild. Übrigens nicht nur bei externen, auch bei internen Kandidat:innen. Am Ende wissen Entscheider:innen damit immer mehr als vorher.
